Dienstag, 23. Juli 2013

Deutschland sucht den Krippenplatz - Eine Buchempfehlung mit Verlosung!

Vergangene Woche flatterte eine E-Mail vom Beltz Verlag (oh, wie ich die Jugendromane früher geliebt habe, mein Bücherregal war damals orange gefärbt) in mein Postfach, ob nicht das neue Sachbuch "Deutschland sucht den Krippenplatz" von Maya Dähne thematisch zu unserem Blog passen würde.

Klar, denn ich selbst habe mich ja schließlich schon ziemlich früh darum gekümmert, dass unser Lottchen nach dem Ende unserer Elternzeit in einer Krippe untergebracht wird.
Zum Glück ist bei uns die Lage noch recht entspannt, was Betreuungsplätze angeht, 40 km weiter bei meiner Freundin sieht dies schon anders aus.

Somit, war ich wirklich gespannt, was sich hinter dem Buchtitel des Sachbuches verbirgt.
Und es sei schon einmal vorweg gesagt: Der Titel wird dem Buch nicht wirklich gerecht!
Denn nicht nur die desolate Betreuungssituation wird in dem Buch thematisiert, nein, auch andere Themen, wie der stressige Elternalltag und die Vereinbarkeit Kind und Karriere werden im Buch recht amüsant beschrieben.
Das Buch zeigt auf, was Eltern heutzutage leisten müssen, denn schließlich sind die Zeiten der Mehrgenerationenhäuser und dem "nur Hausfrau sein" (leider) passé.

Auf der einen Seite wird einem beim Lesen immer wieder aufgezeigt, wie gut wir es in Deutschland haben, denn der Staat zahlt uns ja das großzügige Eltern- und Kindergeld. Und damit macht Deutschland eventuell sogar ein wenig Gewinn, schließlich ist jeder neue Erdenbürger auch ein potentieller Steuerzahler.

Doch macht die Autorin deutlich, dass die deutschen Unternehmen weiterhin kinderunfreundlich sind, oder viel mehr: Elternunfreundlich. Kind und Karriere - nein, so wirklich haut es nicht hin. Zu dem Schluß kommt auch Maya Dähne. Denn wir sind hier noch nicht so weit wie in den USA. Ein Kind ist immer noch ein Karrierekiller... Für alle Beteiligten.
Teilzeit-Mamasein und damit Vollzeit gestresst, so wird der Elternalltag beschrieben. Und das scheint tatsächlich so. Denn Krippen, Kitas und Co nehmen keine Rücksicht auf spontan einberufene Meetings oder Überstunden... Und wenn doch, dann wollen sie auch teuer für die Zusatz-Dienstleistung bezahlt werden.
Schlucken musste ich, als ich die Unsummern erfahren habe, die in anderen Bundesländern monatlich anfallen, um ein Kind sicher in eine Einrichtung abgeben zu dürfen.
Lohnt dann eine Berufstätigkeit noch?
Ist Freizeit nicht wichtiger als das schnöde Geld? Gefordert wird ein ausgeglichener "Work-Life-Balance" ...

Daten, Fakten und super interessante Internetlinks lässt Frau Dähne wie zufällig in das Buch einfließen. Man wird auf lustige und erfrischende Weise informiert (wusstet ihr z.B., dass euch ein Kind zwischen 160.000 und 320.000€ kostet ???)
Einen leicht ironischen Unterton liest man immer wieder heraus, eine Brise Sarkasmus darf ebenfalls nicht fehlen. Aber man muss einfach so bissig an das Thema herangehen, schließlich ärgert man sich im (Eltern-)Alltag schon genug.

Mein Mann fragte mich, als ich das Buch las, was für ein Genre es denn sei. Tja, das war eine gute Frage. Angegeben war es als Sachbuch. Doch dank der vielen persönlichen Erfahrungsberichte und auch die der Freunde von Maya Dähne, hat es ebenfalls Züge eines Romans.

Spannend fand ich, als der Vierlingsvater zu Wort kommt, der wegen finanzieller Schwierigkeiten bedingt durch das vierfache Babyglück aus den USA "geflüchtet" ist.
Oder die Leihoma, die berichtet, warum sie sich lieber um die Kinder fremder Leute kümmert, als Zeit mit ihrer pubertierenden Enkelin zu verbringen.


Das Buch war wirklich so kurzweilig, dass ich es am Sonntag einfach "weggelesen" habe.
Und da ich so begeistert von dem Buch bin und ich mir sicher bin, dass auch andere Mamas (und auch Papas, denn die kommen auch nicht zu kurz in der Lektüre) es sein werden, habe ich eine kleine Überraschung für euch:

Unter all unseren Blog-Lesern verlose ich mein ein komplett neues Exemplar (Vielen Dank dafür an den Beltz Verlag) von "Deutschland sucht den Krippenplatz"!

Was du dafür tun musst:

- einen Kommentar unter diesem Post schreiben, warum genau du das Buch haben musst, bitte hinterlasse auch eine E-Mail-Adresse, so dass wir dich kontaktieren können.
- Leser unseres Blogs sein (Über GFC, Bloglovin oder Blog Connect), bitte den Nutzernamen angeben
- Zusatzlos: Wenn du uns auch bei Facebook geliked hast (bitte auch dies im Kommentar schreiben)
- weiteres Zusatzlos: Wenn du auf deinem Blog über das Gewinnspiel berichtest (gern kannst du das obere Bild dafür verwenden) und /oder auf Facebook das Gewinnspiel teilst.

Einsendeschluß ist Sonntag, der 28. Juli 2013, 23:59:59 Uhr. 
Der Gewinner oder die Gewinnerin wird dann am Montag von uns ausgelost.

Wenn ihr also wissen wollt, was sich hinter dem Begriff Mutti-Tasking verbirgt, dann macht schnell beim Gewinnspiel mit :D

Wir drücken euch die Daumen!

Kommentare:

  1. Da mache ich doch glatt mit :) Warum? na, nach 10 Jahren haben wir nochmal Nachwuchs nachgesetzt und unsere Eule geht ja ab den 1.Sept. in die Krippe. :) Aber es hat sich so viel geändert. Bei FB verfolge ich Dich ja ;) LG Franziska "Asmo" Greve

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    1. Du bist aber fix :D

      Dir würde das Buch sicherlich gefallen!

      Viel Glück :)

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  2. Jetzt verstehe ich, warum du dabei an mich gedacht hast! ;-) Ja, das klingt ja wirklich super lustig! Ich muss das Buch einfach haben, weil ich genau vor dieser Entscheidung Kind und/oder Karriere, geht das überhaupt, stehe. Weißt du ja ;-)
    Ich bin Leser deines Blogs, ich glaube mein Nutzername ist "Janina" (bin mir aber nicht sicher). Außerdem mag ich euch natürlich auch auf Facebook und teile gleich euer Gewinnspiel, uno secundo! Da: https://www.facebook.com/fileablog/posts/589994034378899

    Tolles Gewinnspiel!!!

    Liebste Grüße,
    Janina

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    1. Ich hab unsere Emailadresse vergessen:
      blog(at)filea.de :-)

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    2. Siehste, da lag ich dann ja doch richtig ;)

      Viel Glück und liebe Grüße!

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  3. Guten Morgen.....
    Das Buch klingt sehr interessant! Und ich würde mich sehr darüber freuen...

    Warum? Weil ich gestern abend dauernickend da saß, als ich deine Rezension gelesen habe. Speziell bei den Punkten "wie gut wir es in Deutschland haben, denn der Staat zahlt uns ja das großzügige Eltern- und Kindergeld" --> hatte das Thema erst letztens mit einer Freundin und weiß noch, wie meine ehemalige Gastmutter damals bei unserem Besuch in England in hysterisches Gegackere ausgebrochen ist, als wir vom Elterngeld berichtet haben.

    oder aber "Teilzeit-Mamasein und damit Vollzeit gestresst" ... Teilzeitarbeitend /Teilzeitmama ... was die Kollegen denken, was man nachmittags mit (in meinem Fall) zwei Kindern tut. Dass das gestrige "Na da kannst du dich ja an den See legen und entspannen! Du hast ja jetzt Feierabend!" sehr sehr realistisch ist mit zwei Nicht-Schwimmern :) Etc.

    Und ja Kita und Flexibel? haha..... wir haben drei Schließwochen am Stück im Sommer ... noch fragen???

    Also ja.. ich finde das Buch schon allein von deinem Text her sehr interessant. Daher würde ich mich einfach freuen, wenn ich Glück habe.

    Deinen Blog verfolge ich via GFC und Bloglovin (beides als Zweifachmama), Fan deiner Seite bin ich auch. Deinen Post bewerbe ich auch gern auf meinem Blog und die damit verbundene Seite bei FB.
    Und erreichbar bin ich über zweifachmama(at)ich-habe-fertig.com

    Einen wunderschönen Sommertag,
    Zweifachmama

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    1. Oh ja, das Mamasein habe ich auch ein wenig unterschätzt. Einen faulen Tag macht man sich da wahrlich nicht!

      Vielen Dank für deinen super ausführlichen und interessanten Kommentar,

      viel Glück und auch dir einen sonnigen Tag!

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    2. Hallo Sasila,

      ich glaube auch, dass man das Mamasein unterschätzt. Es ist ja nicht nur, dass man Entscheidungen nur noch für sich trifft, sondern eben für den kleinen Menschen, den man geboren hat, ebenso. Man trägt Verantwortung für ihn, man passt auf ihn auf. Und neben all der positiven schönen Dinge, die das Mamasein mit sich bringt, die anstrengenden Dinge, die dazu kommen, gibt es eben auch immer wieder Tage oder Phasen, wo man mit sich kämpft. Weil man an sich selber hohe Erwartungen hat, weil man denkt, dass andere an einem hohe Erwartungen haben.... weil man selber "andere" Gedanken hat, sich dann aber doch irgendwo für schämt (solche Sätze, die mit "Wenn ich jetzt kein Kind / keine Kinder hätte, würde ich das und das machen können....!") usw. Es hat eben nicht nur viel mit Freude, Spaß und Anstrengung zu tun, sondern auch viel mit Druck.

      Und gerade was das Thema Krippen-/Kitabetreuung angeht... seien wir doch mal ehrlich. Als Eltern kannst du nur falsch handeln :D
      Variante 1: Du bleibst die ersten drei Jahre zuhause und betreust dein Kind selber....
      --> Dann ist man egoistisch, will das Kind für sich haben, gönnt ihm keine Freunde und... ist einfach zu faul zum arbeiten.

      Variante 2: Man bleibt das erste Jahr zuhause und gibt sein Kind in die Krippe /Kita oder zur Tagesmutter.
      --> Dann ist man (auch) egoistisch und karrieregeil. Will das Kind los sein und ist im Zweifel zu faul sich ums Kind zu kümmern

      Ich überspitze das bewusst!

      Daher.... ja... Elternsein ist wirklich eine Wissenschaft für sich :D

      ABER: es ist toll. Ich bin gern Mama... ich bin aber gern arbeitende Mama. Und ich habe irgendwo mal einen Spruch gelesen, der das ganz gut trifft... das Elternsein.

      >>Eltern sind die reichsten & glücklichsten Menschen der ganzen Welt, denn kein Porsche, keine Villa & kein Managergehalt, steht nachts an unserem Bett & sagt: „Mama, ich hab dich lieb!“ <<

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    3. Oh ja, da sagst du was!

      Die Verantwortung und die damit verbundenen Sorgen habe ich unterschätzt. Solch starke Gefühle habe ich bisher in meinem Leben nie gespürt... Und ab und an hadere ich mit der Abhängigkeit, besonders da Lotte ja immer noch ein Stillkind ist. Aber irgendwann werde ich denken, wie schön war diese Zeit ;)

      Und ja, man kann es niemandem recht machen. Bei uns werden ja die klassischen Rollen ab September / Oktober getauscht, ab da wird Lotte-Papa in Elternzeit gehen und danach nur noch Teilzeit arbeiten.
      Bisher kamen noch keine negativen Kommentare. Zum Glück... Denn wir sind mit der Entscheidung zufrieden und das ist die Hauptsache. Und nach dem Motto leben wir auch. Wir und unsere Tochter müssen glücklich und zufrieden sein!

      Wir scheinen viel gemeinsam zu haben. Denn ich freue ich auch wieder arbeiten gehen zu "dürfen" ;)

      Bei dem Zitat kamen mir die Tränen (die HORMONE!!!)... Ich liebe es, wenn Lottes warme Hände mich streicheln. Langsam umarmt sie sogar schon ein wenig. Ja, das ist mehr wert als alles andere!

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    4. Rollentausch hatten wir auch... allerdings "extremer". Beim Großkind war ich nur die ersten zwei Monate daheim, dann mein Mann 12 (jobbedingt, er hätte andernfalls nix vom Kind gehabt..... deswegen kam glücklicherweise auch im Herbst 2009 der Jobwechsel).... bei dem MInikind, war ich 12 Monate daheim und mein Mann dann noch zwei. Er hat auch bei beiden Kindern die Eingewöhnung übernommen.

      Stillkind: Der kleine wurde 11 Monate gestillt, davon 7 Monate voll.. dann Beikost.... als er 10 1/2 Monate war habe ich nachts eine Flasche zugefüttert... weil ich körperlich nicht mehr konnte.. das hat er dann zum Anlass genommen, sich abzustillen... das war okay so. Zwischendurch habe ich auch oft mit mir gehadert. Er war sehr Mamafixiert.... war viel und eng bei mir.... und alle haben Sprüche gemacht "Wie soll er jemals in die Kita gehen....!" aber er hat eben Nähe und Enge gebraucht... UND: Er hat in seinem einen Kitajahr.... ganze sieben Mal beim Abgeben etwas geweint.... und davon jetzt letzte Woche viermal nach der dreiwöchigen Schließzeit....ansonsten problemlos... soviel dazu :)

      Und ja wir scheinen einiges gemein zu haben...

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    5. Oh ha, ja, krass. Nur zwei Monate Elternzeit beim ersten Kind... Da bin ich froh, dass ich die 7 Monate habe. Das ist eine für mich genau richtige Zeitspanne.

      Ich glaube auch nicht, dass Lotte darunter "leidet", dass ich ihr die Nähe gebe, die sie braucht...

      Woher kommt ihr eigentlich (gern auch per Mail unserkleinesuns@gmail.com)? Wenn man schon so viele Gemeinsamkeiten hat ;)

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    6. Mail schicke ich dir ;)

      Ich muss sagen, dass mir das Losgehen damals leicht fiel... klingt rabig? Nein, ich wusste den damals Kleinen in guten Händen. Was für mich arg war: das losgehen nach dem Sommerurlaub. Da war der Erstgeborene etwas über 6 Monate alt und hatte im Urlaub gerade krabbeln und sitzen gelernt... stand im Bett morgens... und ich dachte nur verdammt... jetzt wirst du einiges verpassen!

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  4. Hallo, da mache ich gerne mit. Klingt spannend das Buch. Unsere Tochter Finja ist im August 2012 geboren. Einen Kita Platz erhoffen wir uns ab Sommer 2014. Viele Bewerbungen sind raus jetzt hilft nur Daumen drücken:-). Interessieren würden mich die Hintergründe und Erfahrungsberichte. Vommi1@web.de, Bloglovin: vommi78. Viele grüße aus Leverkusen

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    1. Oh, drücke die Daumen für den Platz und fürs Gewinnspiel :D

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  5. so, dann versuche ich es jetzt vom Laptop, warum auch immer ich vom Handy und pad nicht kommentieren kann...

    ich möchte auch mit in den Lostopf hüpfen bitte :-)

    bin Fan bei Facebook und lese den Blog einfach über den Explorer (wusste gar nicht, dass es solche "Dienste" gibt :D

    Warum ich das Buch haben muss? Weil ich ab Februar auch eine gestresste, arbeitende Mama sein werde, die bis jetzt noch auf einen Kitaplatz hofft...

    weil ich eine von denen bin, die einen Mutterunfreundlichen Arbeitgeber hat... Vollzeit (42 Stunden zzgl. 40km Arbeitsweg) oder gar nicht. Teilzeit? macht er nicht... also darf ich mir mit einer einjährigen Tochter auch noch einen neuen Job suchen...

    meine mail-Adresse: rike(punkt)k(at)gmx(punkt)net

    ;-)
    juhu, geschafft, ich konnte einen kompletten Kommentar verfassen :)

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    1. Erst einmal Glückwunsch, dass du einen Kommentar verfassen konntest :D

      Und ich bin gespannt, wie es ab Februar 2014 bei euch wird!

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